Grasfrosch © Franz Schweizer

Amphibienschutz

Pro Natura Baselland setzt sich für die einheimischen Amphibien ein! Von den 12 im Kanton vorkommenden Amphibienarten sind 10 gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Geschützt sind sie aber alle, auch die noch recht häufig vorkommenden Grasfrösche und Bergmolche.

Amphibien sind vielen Gefahren ausgesetzt: Ihre Lebensräume werden zerstört, Fische werden in Fröschenweihern ausgesetzt, Katzen und Marder stellen ihnen nach, Krankheiten und kalte Winter setzen ihnen zu, durch das Ausbringen von Gülle oder Kunstdünger während der Zugzeit werden sie verätzt, sie können in Strassendolen und in offenen Gittern bei den Häusern verenden, und vor allem fallen viele von ihnen dem Verkehr zum Opfer.

Gegen einige dieser Gefahren können Massnahmen ergriffen werden, vor allem durch Schaffung geeigneter Gewässer, die Aufwertung und Vernetzung der Landlebensräume, und im Vorfrühling während der Zugzeit durch aufmerksames und langsameres Autofahren.

Viele Amphibien überwintern nicht in den Weihern, sondern an einem geschützten Ort an Land. Bei Temperaturen, die auch nachts mehr als 4 Grad betragen, beginnen die ersten Tiere ihre Wanderung zu ihrem bevorzugten Weiher. Dabei spielt die Höhenlage und die Exposition des Wintereinstands eine grosse Rolle. Zuerst erscheinen die Grasfrösche und wandern meist zügig über die Strassen. Die Erdkröten nehmen es gemütlicher, bleiben auch immer wieder auf den relativ warmen Strassen sitzen und sind so durch Autos noch stärker gefährdet.

Helfen Sie uns

Tragen wir also Sorge zu unseren einheimischen Fröschen, Molchen, Salamandern und Kröten. Bitte fahren Sie besonders vorsichtig in regnerischen Nächten, nicht nur zum Schutz der Amphibien, sondern auch wegen den vielen Helferinnen und Helfern, die dann unterwegs sind. Pro Natura dankt Ihnen dafür.

Pro Natura Baselland hat ein umfangreiches Inventar der gefährlichen Amphibienzugstellen erarbeitet. Doch die Gefahrenstellen können von Jahr zu Jahr ändern. Bitte melden Sie neue oder nicht markierte Zugstellen der Leiterin der Amphibiengruppe von Pro Natura Baselland, Bethli Stöckli oder der Geschäftsstelle von Pro Natura Baselland

Bitte melden Sie nicht markierte Zugstellen im Sekretariat von Pro Natura Baselland oder bei Bethli Stöckli!


Bethli Stöckli (Tel. 061 461 52 32, @email)


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