Grasfrosch Rana temporaria Copyright Stefan Grichting

Grasfrosch

Auch Frösche sehnen den Frühling herbei

28.02.2019

Allerdings auf eine andere Art als wir Menschen. Während uns die Frühlingssonne zu Wanderungen und Spaziergängen in Wald und Feld lockt, ziehen Amphibien die Dämmerung bei feuchtem Wetter vor. Steigen die Temperaturen nachts über den Gefrierpunkt machen sich die Explosivlaicher unter den Lurchen zu tausenden auf den Weg. Auf der Wanderung von ihren Landlebensräumen - in denen sie überwintern - zu den Laichgewässern wartet auf viele der bedrohten Tiere leider immer noch der Strassentod. Das muss aber nicht sein!

Das alljährliche Naturschauspiel hat bereits vereinzelt begonnen oder wird in den nächsten Tagen starten. Genau vorhersagen lassen sich die Züge aber nicht: Amphibien sind eigenwillig und immer wieder für Überraschungen gut. Zum Glück sind die Amphibien-Unterführungen geputzt, die Zäune entlang der Verkehrsachsen aufgestellt und die Kessel eingegraben. Die Signallampen und Warntafeln stehen bereit und viele Amphibienfreunde sind in den Startlöchern, um den Kröten, Fröschen, Molchen und Salamandern sicher über die Strassen zu helfen. Grasfrösche sind die ersten, Erdkröten lassen sich mehr Zeit und können warten, bis es noch etwas wärmer wird. Ebenfalls prominent beim Amphibienzug vertreten sind die Bergmolche mit ihrem leuchtend orangen Bauch. Damit die Laichzeit für diese bedrohten Tiere erfolgreich ablaufen kann braucht es Autofahrer, die rücksichtsvoll fahren oder solche Zugstellen in feuchten Nächten meiden.

Vielen Dank an alle, die zum Schutz unserer einheimischen Tierwelt einen kleinen Beitrag leisten. Hinweise zu bisher noch ungesicherten Strassen mit Amphibienmassakern werden auch weiterhin "gerne" entgegengenommen.

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