© Pro Natura Baselland

Weitere Schutzgebiete

Mit den laufenden Projekten schafft Pro Natura Baselland immer wieder neue Naturschutzgebiete. Doch oft beginnt damit erst die Arbeit. Zum Beispiel bei den Hecken: Sie müssen regelmässig geschnitten und gepflegt werden. Die Wiesen in den Naturschutzgebieten müssen gemäht und vor dem Verwalden geschützt werden.

Einige unserer grossen Gebiete werden vom Kanton oder von Gemeinden gepflegt und in Stand gehalten. In anderen Regionen engagieren sich lokale Bauern. Natürlich unterhalten wir auch einige Gebiete selbst. Oft besteht die Einsatzgruppe aus Freiwilligen, die sich für die Natur einsetzen - zum Beispiel im Rahmen der Pflegegruppe.

Beispiele:

Bahnborde Homburgertal

Seit über 30 Jahre hat Pro Natura Baselland verschiedene Bahnborde mit einer Gesamtfläche von rund 13'000 m2 entlang der alten Hauensteinlinie zwischen Sissach und Läufelfingen von der SBB gepachtet. Diese werden als wertvolle Magerwiesen gepflegt. Früher wurden diese Arbeiten ausschliesslich von der Pflegegruppe von Pro Natura Baselland verrichtet. Heute wird ein Grossteil der Arbeiten von der Stiftung Öko-Job erledigt.

Weiher Chastelmatte, Grellingen

Im Andenken an die tödlich verunglückte Jugendnaturschutzleiterin Alena Hübscher wurde 2017 von Pro Natura Baselland in Grellingen der Weiher Chastelmatte errichtet. Dieser wird seither vom Jugendnaturschutz Laufental gepflegt. Zielarten dieses einzigen Weihers in der Gemeinde sind die Geburtshelferkröte und die Ringelnatter.

Ramstel, Rothenfluh

Die Pro Natura Parzellen im Ramstel, Rothenfluh bilden zusammen mit weiteren Flächen, welche vom lokalen Naturschutzverein NUVRA gepflegt werden, ein sehr wertvolles Naturschutzgebiet, welches neben einer aussergewöhnlichen Pflanzenvielfalt auch ein Hotspot für die Tagfalter darstellt. Wahrzeichen der Pro Natura-Fläche ist die 150 m lange Trockenmauer, welche in den Jahren 2005-2010 von 300 Gärtnerlehrlingen erstellt wurde.

Waidli, Hersberg

Die steile Magerwiese in Hersberg ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern beherbergt auch eine grosse Pflanzenvielfalt. Diese wurde durch Ausbringen von abgeschürftem Boden aus dem Chilpen in den letzten Jahren noch deutlich erhöht. Zwei 2018 neu erstellte kleine Tümpel für die Geburtshelferkröte erhöhen den ökologischen Wert dieses kleinen, aber feinen Naturschutzgebiets zusätzlich.

Im Tal, Itingen

Neben fünf Orchideenarten findet man in diesem kleinen Naturschutzgebiet den Gefransten Enzian und den seltenen Elsbeerbaum. Ausserdem ist die Grube Lebensraum der gefährdeten Geburtshelferkröte, welche aufgrund ihres Rufes im Dialekt «Glögglifrosch» genannt wird. Seit 2010 wird ein Grossteil der Pflegearbeiten von vierbeinigen Helfern übernommen, nämlich von Ziegen der Pro specie rara-Rassen Capra grigia, Nera Verzasca und Bünder Strahlenziege.

Hagnau, Birsfelden

Pflegehelfer im Naturschutzgebiet Hagnau in Birsfelden sind robuste Skudden-Schafe, welche auch Brombeer- und Schwarzdornzweige nicht verschmähen. Pro Natura Baselland hat die steile Niederterrassenböschung oberhalb der Familiengärten seit 1996 gepachtet und pflegt sie in guter Zusammenarbeit mit der Sozialfirma Grünspecht GmbH, welche Arbeitseinsätze für Sozialhilfebezüger anbietet. Seltene Pflanzen am Hagnauhang sind Kriechender Hauhechel, Edelgamander, Aufrechter Ziest und Rundblättriger Storchschnabel.

Im Giessen, Kilchberg

Giessen nennt man die charakteristischen Wasserfälle des Tafeljuras, welche sich über die flachliegende harte Gesteinsschichten in die Täler ergiessen. Einer der schönsten befindet sich im Eital unterhalb Kilchberg. Pro Natura hat die Fläche 2005 erworben. Seither wird diese als Hochstaudenflur bewirtschaftet und der Bach soll möglichst naturnah fliessen. Weiherhin sind Besucherinnen und Besucher zum Picknicken und Planschen an diesem idyllischen Ort willkommen.

Wässermatt Jhegi, Tecknau

Zu Düngungszwecken wurden früher viele Wiesen nach der Schneeschmelze und nach jedem Schnitt gezielt gewässert. Dazu war ein System von Zuleitungskanälen notwendig. Diese Bewirtschaftungsform verschwand im Laufe der Zeit völlig. Als kulturhistorisches Anschauungsobjekt, aber auch aus ökologischen Gründen, wird diese Wiese im Eital von Pro Natura Baselland seit 2007 wieder als traditionelle Wässermatte betrieben.

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