November 2017: Artenschutzprojekt Kreuzenzian-Ameisenbläuling: Verbissschutz-Experiment

Foto: Pascale Hutter

 

 

Obwohl sich der Kreuzenzian von Natur aus mit Bitterstoffen gegen Frassfeinde schützt, werden in unserem Projektgebiet in Liesberg immer wieder zahlreiche blühende Triebe vom Vieh abgerissen. Die vor einigen Jahren ausgepflanzten Enziane sind gut angewachsen, können aber durch den Verbiss keine Samen bilden und die für die Eiablage des Kreuzenzian-Ameisenbläulings wichtigen Blühtriebe stehen nicht zur Verfügung. 

 

In einem Experiment wurde nun untersucht, welche Massnahmen sich als kurzfristige Massnahme gegen Verbiss durch Rinder eignen. Bewährt hat sich einzig das Einzäunen mit kleinen, 3-eckigen Drahtkörben. Andere Massnahmen wie das Einzäunen mit grösseren, 4-eckigen Drahtkörben, Behandeln mit Verstänkerungsmittel gegen Wildverbiss und das Behandeln mit Kuhmist zeigten keine oder nur schwache Wirkung.

 

Mit dem Eingittern der Enzianpflanzen ist eine kurzfristige Massnahme gegen den Verbiss gefunden. Nun gilt es langfristige Lösungen zu finden, um das Überleben der Enziane im Gebiet zu sichern.

 

 

Erfolg verschiedener Schutzstrategien

Auf der Erhollenweid in Liesberg wurden durch die Arbeitsgruppe Tagfalterschutz BL zwischen Juni und Oktober 2017 verschiedene Schutzstrategien gegen den Verbiss des Kreuzenzians durch Rindvieh getestet.

Graphik: Pascale Hutter